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Neuer Start für „Feuerläufer“

06.03.2009 (16:26 123635316004Fri, 06 Mar 2009 16:26:00 +0100)

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„Barfuß über glühende Kohlen laufen- das schaffe ich nie,“ erinnert sich eine der Teilnehmerinnen des Feuerlaufs im Sportpark Kelkheim an ihre ersten panischen Gefühle.

Die 43jährige Sekretärin aus Frankfurt gehörte zu den zahlreichen Teilnehmerinnen der ungewöhnlichen Veranstaltung, die seit vier Jahren vom Bad Homburger Mediziner Dr. Dr. Reinhard Kobelt regelmäßig durchgeführt wird. Und wie alle anderen hat es auch Ariane  geschafft: kurz vor Mitternacht lief sie mutig über 400 Grad heisse Holzkohle und „war stolz wie Oskar!“ Für den nächsten Feuerlauf am 11-12. Juli im Sportpark Kelkheim werden jetzt wieder begeisterte Teilnehmerinnen gesucht.

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„Am Samstag gibt es nach einem Willkommensfrühstück eine Einführung und danach  werden wir uns in vielen interessanten Gruppenübungen auf den nächtlichen Lauf über die glühenden Kohlen vorbereiten“, meint der temperamentvolle 66jährige, der seine Gesundheitspraxis am Bad Homburger Kurpark als Lebensaufgabe betracht. So ist auch das Feuerlauf-Wochenende für die Teilnehmer als echte Möglichkeit gedacht, ihre eigene Energie zu wecken und den persönlichen Zielen – privat und beruflich- näher zu kommen. „Beim Feuerlauf haben schon ganz unterschiedliche Leute mitgemacht“, erinnert sich Dr. Kobelt, „manche suchten nach gescheiterten Beziehungen einen neuen Anfang, andere wollten mutig ihre schulische Prüfung bestehen oder einen  Berufswechsel wagen. Es waren auch schon Menschen dabei, die einen Ausweg aus ihrer Krankheit suchten und merkten, daß sie dafür ein neues Ziel in ihrem Leben finden mußten.“

Der Lauf über die glühenden Kohlen ist eine Prüfung mit sehr alten Traditionen. Schon vor Jahrtausenden galt er als besondere Mutprobe, die eigenen Grenzen zu überschreiten. „Wer den Schritt übers Feuer gewagt hat- trotz anfänglicher Angst, der fürchtet sich danach nicht mehr vor den Widerständen des Alltags, die ihn vorher gelähmt haben“, so faßt Dr. Kobelt den Effekt des Seminars ganz einfach zusammen.

Allerdings ist es sicherlich auch beruhigend zu wissen, daß es außer vielleicht ein paar kleinen Blasen, noch keinerlei Nebenwirkungen beim hitzigen Lauf gegeben hat. Der zwei Meter hohe Holzstoß brennt über 3 Stunden auf die Glut herunter, diese wird dann breit geharkt und entwickelt dabei immer noch eine Hitze von 400 Grad.

Dr. Kobelt ist diplomierter Firewalking-Master, ausgebildet bei der bekannten Feuerlauf-Expertin Peggy Dylan. Die Amerikanerin brachte in den 80ger Jahren den Feuerlauf nach Europa. Dr. Kobelt hat den eigentlichen Feuerlauf inzwischen zu einem kompakten Seminar erweitert, das für „Jeder-Frau“ und „Jeder-Mann“ geeignet ist, es gibt keinerlei sportliche  Voraussetzungen und keine Altersbegrenzung. In Zusammenarbeit  mit Holger.. ist eine rundum Veranstaltung geplant, zu der auch ein schmackhafter deftiger Eintopf gehört und die Möglichkeit, im Sommer am Feuer zu übernachten.

Wir beginnen dem gegenseitigen Kennenlernen  und der Frage, was jeden einzelnen dazu bringt, sich seiner persönlichen Mutprobe zu stellen. Im Verlauf des ersten Abends entwickelt jeder Teilnehmer schon eine vage Vorstellung von seiner persönlichen Lebensvision und den Klippen, die es dafür noch zu überwinden gilt. Danach durchziehen verschiedene Übungen  den spannenden Tag. Dazu gehört es, den eigene „Ton“ zu finden, den Atem zu üben. Als weiterer Trainer Jürgen Breuninger ein befreundeter professioneller  Trommellehrer an.

Bei den  temperamentvollen Gruppenaktionen entdeckt jeder in der Runde spielerisch Geistesgegenwart und Mut. Ein spannender Moment am Nachmittag ist das legendäre „Pfeilbrechen“. Dabei bekommen alle in der Runde nacheinander einen Pfeil mit der Spitze in die Halskehle gesetzt. Das Pfeilende wird auf einem Brett vor der Brust des Trainers mit Druck fixiert und dann erfahren die Seminarteilnehmer am eigenen Leibe, wie es sich anfühlt, diesen Pfeil allein mit Entschlußkraft in zwei Teile zu brechen.

Es kommt schon mal vor, daß Menschen, die  zum erstenmal von seinen Feuerläufen hören, Dr. Kobelt danach fragen, ob das nicht „irgendwie so eine esoterische Veranstaltung ist“. Ihn amüsieren solche Fragen: „Ich finde, daß Feuerlauf, Pfeilbrechen und Visionsfindung ganz wunderbare konkrete Möglichkeiten sind, das eigene Leben gesünder, selbstbewußter und energiereicher zu gestalten. Es gibt so viele sinnvollere Möglichkeiten als ausschließlich den Medikamenten zu vertrauen“. Als promovierter Mediziner und Chemiker hat er in seinem eigenen Leben weitreichende Erfahrungen gemacht, die ihn zu diesen Erkenntnissen brachten.

Für das Wochenende 11./12. Juli freut er sich jetzt auf weitere Anmeldungen: „Für mich selbst wird es übrigens der 17. Feuerlauf sein. Und ich habe bisher noch keine einzige Blase bekommen!“.

Termin:
Freitag, 27. März (ab 18:00 Uhr) und
Samstag, 28. März (von 9:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr)

Kosten:
Kostenbeitrag incl. Verpflegung  €190.-
Weitere Informationen: www.drkobelt.de

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